Parkett A-Z

Wissenswertes über Parkett

Parkett allgemein

Man kann Parkett grundsätzlich in zwei verschiedene Kategorien unterteilen: Einschicht- und Mehrschichtparkett. Des Weiteren differenziert man die Abmessungen der einzelnen Elemente im Hinblick auf ihre Länge, Breite und Dicke. Auch das unterschiedliche Oberflächenbild (Sortierung) spielt eine Rolle bei der Unterscheidung von Parkett. Sortiermerkmale sind beispielsweise Farbunterschiede, Astigkeit, Markierungen, Splint und weitere.

Einschichtparkett besteht aus massivem Vollholz. Im Gegensatz dazu besteht Mehrschichtparkett aus einzelnen Elementen, die in zwei oder drei Schichten übereinander gelagert sind. Die obere Schicht – auch Deckschicht genannt – wird aus massivem Vollholz gefertigt. Nach den gültigen europäischen Normen (CEN-Normen) muss diese eine Mindestdicke von 2,5 mm aufweisen.

Lesen Sie auf den nächsten Seiten mehr zu den verschiedenen Parkettarten und ihren Eigenschaften, Holzarten und der Reinigung und Pflege eines Parkettbodens.

Einschichtparkett

Hier finden Sie allgemeine Angaben und eine Übersicht zu allen Einschichtparkettarten.

Parkett kann mehrfach abgeschliffen und mit einem Oberflächenschutz versehen werden (z.B. Versiegelung). Partielle Ausbesserungen sind auch bei gewachsten oder geölten Oberflächen möglich.

Zu trockenes Raumklima führt bei Parkettböden zur Fugenbildung. Deshalb ist es wichtig, die Raumtemperatur bei 20-22 zu halten und die Luftfeuchtigkeit bei 50-60 %.

Stabparkett (DIN / EN – 13226)

Stabparkett besteht aus Parkettstäben aus dickem Massivholz oder Parkettriemen, die eine Stärke von 14 mm, 16 mm oder 22 mm aufweisen.

Die einzelnen Elemente messen in der Länge 250 mm – 600 mm und in der Breite 60 mm – 80 mm. Parkettstäbe haben eine ringsumlaufende Nut und werden bei der Verlegung mit Querholzfedern miteinander verbunden. Parkettriemen verfügen bereits über eine Nut und eine angehobelte Feder.

Stabparkett wird entweder auf Estriche oder Trockenunterböden geklebt oder auf Blindböden genagelt. Nach der Verlegung folgt das Schleifen und weitere Oberflächenbehandlung, z.B. die Versiegelung.

Alle Spezifikationen, Eigenschaften und Merkmale sind in der zuständigen Norm DIN / EN 13227 „Massivholz-Parkettstäbe mit Nut und/oder Feder“ festgelegt.

Mosaikparkett (DIN / EN – 13488)

Mosaikparkett besteht aus einzelnen Vollholzlamelle mit einer Dicke von 8 mm, einer Breite von 25 mm und einer Länge von bis zu 165 mm (meist 160 mm). Sie werden z.B. durch ein Klebenetz auf der Unterseite der Verlegeeinheit zusammengehalten.

Man kann hier aus verschiedenen Mustern wählen. Das gängigste ist der Würfel, doch auch der Schiffsverband, Fischgrät und der Parallelverband sind beliebte Verlegungsmuster.

Mosaikparkett wird vollflächig auf den Untergrund geklebt. Das anschließende Schleifen und die Oberflächenbehandlung erfolgt wie bei einem Stabparkett.

Vorteile eines Mosaikparketts: Es ist ein preiswerter Gebrauchsboden für alle Verwendungsbereiche. Durch seine geringe Dicke und die geringe Abmessung seiner einzelnen Elemente eignet er sich auch für die Verlegung auf beheiztem Estrich (Fußbodenheizung), wenn ein einschichtes Parkett gewünscht ist.

Alle Spezifikationen, Eigenschaften und Merkmale sind in der zuständigen Norm DIN / EN 13488 „Holzfußböden; Mosaikparkettelemente“ festgelegt.

Hochkantlamellenparkett bzw. Mehrzweckparkett (DIN / prEN – 14761)

Das Hochkantlamellenparkett ist eine äußerst robuste Parkettart. Seine Stabilität erhält es aus der deutlich stärkeren Parkettdicke von 25 mm, die eine Folge der hochkant angeordneten Lamellen ist. Beliebt ist dieses Parkett vor allem im Gewerbebereich.

Diese preiswerte Variante wird sowohl in Büros, Gaststätten, Kindergärten und anderen öffentlichen Gebäuden als auch im Wohnbau eingesetzt. Nach der Verlegung des Parketts erfolgt auch hier das Abschleifen und die Oberflächenbehandlung.

Alle Spezifikationen, Eigenschaften und Merkmale sind in der zuständigen Norm DIN / prEN 14761 „Holzfußböden – Massivholzparkett – Hochkantlamelle, Breitlamelle und Modulklotz“ festgelegt.

Mehrschichtparkett

Mehrschichtparkett wurde früher auch Fertigparkett genannt und bezeichnet mehrschichtige Parkettelemente mit fertiger Oberflächenbehandlung. Durch die Europäischen Normen wurde die Bezeichnung „Fertigpartkett“ offiziell durch „Mehrschichtparkett“ ersetzt. Hier finden Sie allgemeine Angaben und eine Übersicht zu Mehrschichtparkett nach DIN / EN – 13489.

Aufbau des Mehrschichtparketts

Man unterscheidet beim Aufbau eines Mehrschichtparketts zwischen zwei Arten: Dreischicht-Elemente oder Zweischicht-Stäbe. Die obere Schicht, auch Nutzschicht oder Deckschicht genannt, wird bei jeder Variante aus Vollholz gefertigt. Je nach Konstruktion und System können die darauffolgenden Schichten variieren. Sie können aus Vollholz, Sperrholz oder Holzwerkstoffen bestehen.

Bei Dreischicht-Elementen besteht die Deckschicht aus zwei oder drei nebeneinanderliegenden Stabmustern. Im Vergleich dazu enthält ein Zweischicht-Element nur ein oder zwei Stabmuster (Einstab oder Zweistab).

Abmessungen des Mehrschichtparketts

Folglich finden Sie eine Übersicht der Abmessungen von Dreischicht-Elementen und Zweischicht-Stäben.

Dreischicht-ElementeZweischicht-Stäbe
Dicke der Nutzschicht (nach der Norm mind. 2,5 mm)3 mm – 4 mm4 mm – 5 mm
Gesamtdicke10 mm – 22 mm
(meist 14 mm / 15 mm)
10 mm – 11 mm
Breite100 mm – 240 mm1-Stab-Element: Entsprechend
der Breite von Lamparkett;
2-Stab-Elemente wesentlich breiter
Länge1.200 mm – 2.400 mmEntsprechend der Breite von Lamparkett

Eigenschaften

Aufgrund des mehrschichtigen Aufbaus der Mehrschicht-Elemente weisen sie eine besonders hohe Formstabilität auf.

Mehrschichtparkett ist in verschiedenen Mustern erhältlich:

  • Schiffsboden
  • Fischgrät
  • Landhausdielen
  • Flechtmuster
  • Tafelelement
  • und viele weitere

Eine sofortige Nutzung eines neu verlegten Mehrschichtparketts ist bei werksseitiger Oberflächenbehandlung, wie z.B. Versiegelung, Ölen oder Wachsen, möglich.

Bei der Lieferung achten wir auf die empfohlene Holzfeuchte von 8 +- 2 %, was sich bewährt hat. Bei deutschen Parkettherstellern für unseren Markt ist je nach Abnutzung ein zwei- bis dreimaliges Abschleifen bei einer Nutzschichtdicke von 2,5 mm – 4 mm und anschließender Oberflächenschutz (z.B. Versiegelung) möglich.

Unterboden und Verarbeitung

Zweischichtige Parkett-Elemente werden vollflächig auf einen geeigneten und vorbereiteten Unterboden geklebt. Bei dreischichtigen Elementen hat man die Wahlmöglichkeit aus einer Verklebung oder einer schwimmenden Verlegung. Hierbei muss als Untergrund eine geeignete Dämmunterlage angebracht werden und die Elemente der Nut- bzw. Federverbindungen werden verleimt.
Zwischen den Elementen und dem Unterboden ist eine entsprechende Unterlage erforderlich. Es eignen sich z.B. Rippenpappe, Korkschrotpappe oder ähnliche Materialien.
Eine neuentwickelte Verbindungsmethode stellen die sogenannten „Klick-Verschlüsse“ dar. Hierbei wird die Nut- bzw. Federverbindung durch ein Verriegelungssystem ersetzt bzw. ergänzt. Dadurch rasten die Elemente ein und gehen eine kraft- und formschlüssige Verbindung ganz ohne dem Einsatz von Leim ein.

Landhausdielen

Bei Landhausdielen handelt es sich um Dreischicht-Elemente in Dielenform, bei denen die Deckschicht aus einer ungeteilten Fläche und nicht aus Stabbreiten besteht. Der Aufbau und sonstige Eigenschaften der Landhausdielen entsprechen denen der übrigen dreischichtigen Mehrschichtparkett-Elementen.

Holzarten

Es gibt viele verschiedene Holzarten in einem breiten Spektrum von Helligkeit und Einfärbungen. Wir geben Ihnen hier einen kurzen Überblick über die gängigsten und beliebtesten Hölzer.

Helle und dunkle Holzarten :

„helle Hölzer“RottöneWarme, helle BrauntöneDunkle bis schwarze Brauntöne
Weißlicher AhornBucheEicheSucupira
BirkeKirscheMecrusseMuhuhu
EscheMerbauKambalaWengé
ErleMahagonieRäuchereiche
Aloma (Bilinga)

Wenn Sie auf eine individuelle Raumgestaltung Wert legen, sollten Sie eventuell an eine Kombination verschiedener Holzsorten innerhalb eines Fußbodens denken.

Die Optik ist ein sehr großes Entscheidungskriterium für die Auswahl des optimalen Parkettbodens. Doch es fließen auch technische Eigenschaften mit ein, die unbedingt bedacht werden müssen. Um die Eignung eines entsprechenden Gehölzes feststellen zu können, müssen Faktoren wie z.B. Rohdichte, Druckfestigkeit und Wärmeleitfähigkeit berücksichtigt werden. Auch das Quell- und Schwindverhalten bei Veränderungen des Klimas oder der Feuchtigkeit darf nicht außer Acht gelassen werden.

Damit Sie die Holzart wählen können, die Ihren Vorstellungen entspricht und zu Ihren Bedürfnissen am besten passt, steht unser Spezialisten-Team Ihnen gerne beratend zur Seite.

Fußbodenheizung & Parkett

Parkett auf flächenbeheiztem Estrich (Fußbodenheizung)

Auf beheizten Estrichen (Fußbodenheizungen) können Parkettfußböden verlegt werden. Allerdings gibt es einige Voraussetzungen, die gegeben sein müssen und die es einzuhalten gilt:

  • Vorbereitende Maßnahmen vor der Verlegung eines Parkettfußbodens
  • Verwendung geeigneter Parkett- und Holzarten
  • Einhaltung des Raumklimas von 20-22 und einer Luftfeuchtigkeit von 45-55%
  • Maximale Oberflächentemperatur des Parketts bei Heizungsbetrieb von 25°-27° C

Funktionsprüfung (Probeheizen) sowie Auf- und Abheizen (Belegreifheizen)

Zuerst wird der Estrich hergestellt und die entsprechend lange Liegezeit eingehalten. Anschließend wird ein Probeheizen durchgeführt, welches als Funktionsprüfung dient. Auch eine exvöllige Beheizung der Konstruktion ist unumgänglich, damit die Belegreife des Estrichs durch das Parkett hindurch sichergestellt werden kann.

Wurden diese Schritte durchgeführt und war die Funktionsprüfung erfolgreich, ist das Parkett bereit verlegt zu werden.

Wärmedurchlasswiderstand

Der Wärmedurchlasswiderstand liegt bei den meisten einschichtigen Massivparkettarten sowie bei Zweischichtparkett (i. d. R vollflächig verklebt) in dem günstigen Bereich von 0,038 bis 0,09 m2 K / W. Dreischichtparkett, schwimmend verlegt, hat auch einen guten Wert von circa 0,15 m2 K / W.

Wichtig: Einhaltung des Raumklimas auch während der Heizperiode

Parkett ist ein Naturprodukt, das lebt, atmet und Wärme und Feuchtigkeit gleichmäßig über die gesamte Bodenfläche abgibt. Dadurch unterstützt es ein ausgeglichenes und gesundes Raumklima, in dem sich die Bewohner wohlfühlen.

Es ist daher wichtig, dass die Raumtemperatur aus gesundheitlichen Gründen und zugunsten des Wohlbefindens innerhalb der Räumlichkeiten auch während der Heizperiode in den kälteren Monaten bei 20°–22° C liegt und die Luftfeuchtigkeit bei 50–60 %. Unsere Empfehlung: ein geeigneter Raumbefeuchter.

Damit der Parkettboden während des Heizbetriebes keine Schäden bekommt, sollte die Oberflächentemperatur 25°-27° C nicht überschreiten.

Bei Dreischichtelementen ist zu beachten, dass sie eine Gesamtdicke von 14mm – 15 mm nicht überschreiten, wenn sie auf einem Heizestrich verlegt werden. Durch die unterschiedliche Lage der verschiedenen verbundenen Schichten wird die Dimensionsstabilität erhöht. Dadurch können in der Deckschicht auch Holzarten mit höherer Holzfeuchteangleichgeschwindigkeit verwandt werden. Auch bei diesen Elementen ist die Deckschicht so bemessen, dass eine mehrfache Renovierung bestehend aus Schleifen und Versiegeln erfolgen kann.

Wenden Sie sich gerne an uns, falls Sie noch Fragen zur Verlegung von Parkett auf Heizestrich haben.

Reinigung & Pflege

Damit Ihr Parkett Ihnen durch eine schöne Optik lange Freude bereit, bedarf es einer fortlaufenden, fachgerechten Reinigung und Pflege. Es gibt einiges, was Sie tun können, um den Oberflächenschutz (z.B. Versiegelung oder Öl) zu erhalten. Im Folgenden finden Sie Tipps zur Pflege von versiegeltem Parkett und erfahren alles über Wachs- / Öl-Systeme.

Versiegelte Parkettböden

Eine Versiegelung schützt die Oberfläche des Parkettbodens und besteht heutzutage überwiegend aus umweltfreundlichen Materialien, so z.B. aus Wasserlack. Sie verhindert das Eindringen vom Schmutz und Feuchtigkeit in das Holz und erleichtert die regelmäßige Reinigung und Pflege. So sieht eine optimale Pflege aus:

  1. Grobschmutz wird am besten mit einem Staubsauger oder einem Besen entfernt.
  2. Parkett sollte niemals nass gewischt werden. Zwar besteht ein Schutz gegen Feuchtigkeit, aber nicht gegen Nässe. Wischen Sie Ihren Parkett daher nur „nebelfeucht“, also mit einem ausgewrungenen Wischtuch.
  3. Je länger Sie den Parkett zu Beginn schonen, desto länger werden Sie etwas davon haben. Ein Parkettboden benötigt immer einige Tage, bis er komplett durchgehärtet ist. Vermeiden Sie daher das Aufstellen oder Rücken von Möbeln und verlegen Sie auch nicht sofort einen Teppich. Wenn ein Parkettboden anfangs einige Zeit geschont wird, verlängert sich seine Lebensdauer.
  4. Verwenden Sie geeignete Pflegemittel. Mit der Pflege soll die Oberfläche vor mechanischen und chemischen Einflüssen geschützt werden. Verwenden Sie daher am besten eine wisch- und polierbare Selbstglanzemulsion oder geeignetes Flüssigwachs auf umweltfreundlicher Dispersionsbasis.

Gewachste und geölte Parkettböden

Ein Oberflächenschutz durch Kalt- oder Warmwachsen, Heißeinbrennen oder Ölen empfiehlt sich vor allem bei stark beanspruchten Parkettböden wie man sie in Schulen, Museen, Gaststätten oder anderen öffentlichen Gebäuden findet.

Vorteile von Wachs- / Öl-SystemenNachteile von Wachs- / Öl-Systemen
Moderne Wachs- / Öl-Systeme bestehen in der Regel aus natürlichen Rohstoffen und erhalten die natürliche Optik des Parketts. Das Holz wird angenehm „angefeuert“. Durch die Verwendung von Öl oder Wachs bleibt die Oberfläche atmungsaktiv, sodass das Holz weiterhin frei arbeiten kann. Geölte Oberflächen lassen sich leicht ausbessern und bieten eine hohe Trittsicherheit.

Außerdem sind diese Methoden sparsam und reparaturfreundlich in der Anwendung.
Da ein gewachster oder geölter Parkettboden einen geringeren Schutz vor Feuchtigkeit oder Schmutz erhält, erhöht sich der Pflegebedarf. Es ist notwendig, dass regelmäßig sogenannte Pflegeöle zur Pflege und Reinigung zum Einsatz kommen.

Ökologie

Ökologische Anforderungen

Ökologische Gesichtspunkte werden bei der Auswahl eines Fußbodens zunehmend wichtiger. In der heutigen Zeit müssen wir uns wie nie zuvor mit dem Schutz unserer Umwelt auseinandersetzen. Das fängt auch schon bei vermeintlich kleinen Dingen an.

  • Der Fußboden sollte für die Gesundheit der Bewohner unbedenklich sein.
  • Er sollte das Raumklima positiv beeinflussen.
  • Weder bei der Verarbeitung noch bei der Herstellung sollten Menschen oder die Umwelt belastet werden.
  • Sein Primärenergiebedarf sollte möglichst niedrig sein.
  • Er sollte regenerierbar bzw. recycelbar sein und bei seiner Entsorgung wenig Kosten verursachen und die Umwelt schonen.

Beim Parkett beginnt der Umweltschutz schon bei der Gewinnung seines wichtigsten Rohstoffes: Holz. Hier kommt es darauf an, dass von dem gefällten Baum möglichst viel verwertet werden kann und nichts verschwendet wird. Genauso wichtig ist es, so wenig Abfall wie möglich zu produzieren. Anfallender Abfall muss so aufbereitet werden, dass man ihn im besten Fall weiterverarbeiten kann und er der Umwelt nicht schadet.

Ähnliches gilt für den fertigen Holzfußboden: Eine lange Lebensdauer eines Fußbodens kann unter Umständen andere ungünstige Kriterien der Ökobilanz ausgleichen. Wenn z.B. ein Fußboden dreimal so lange hält wie ein anderer, kann zu seiner Herstellung auch entsprechend mehr Primärenergie eingesetzt werden.

Wenn es um die Lebensdauer eines Fußbodens geht, denkt man zuerst an die seine Haltbarkeit und sein Verschmutzungs- bzw. Reinigungsverhalten. Doch einen weiteren wichtigen Faktor stellt seine gestalterische Qualität dar. Ein Fußboden, der wegen eines unmodernen Designs nach wenigen Jahren herausgerissen wird, obwohl seine Lebensdauer aus technischer Sicht noch lange nicht erschöpft ist, belastet die Umwelt unnötig. Aus ökologischer Sicht sind deshalb Designs, die besonders schnell veralten, unmodern wirken und deshalb von den Nutzern nicht mehr akzeptiert werden, mit äußerster Vorsicht zu betrachten.

Zu guter Letzt sind auch noch die Pflegemittel zu erwähnen. Umweltverträgliche Pflegemittel gehören zu einem ökologisch sinnvollen Parkett und tragen zum Umweltschutz bei.

Trends und Prognosen

Farben und Strukturen

Der Trend, wieder mehr dunkle Hölzer und dunkelfarbige Holztöne zu verwenden, bleibt. Neben dunklen und farbigen Edelhölzern aus zertifizierten tropischen Regionen kommen auch wieder immer mehr entsprechende einheimische Holzarten zum Einsatz.

Vor allem die Eiche gilt hier als trendgebendes Gehölz. Sie findet immer öfter Verwendung in Wohnräumen und nimmt zur Zeit an Beliebtheit stetig zu. Zur Auswahl stehen drei verschiedene Arten von Eichenholz: die europäische Eiche, die amerikanische Roteiche und die geräucherte Eiche. Letztere Variante weist besonders dunkle Farbtöne auf.

Die Beliebtheit von dunklen und warmen Holzarten

Wenn man die Trends beobachtet, merkt man schnell, dass die Verwendung von hellen Hölzer wie beispielsweise der Buche, des Ahorn und der Birke bei den Nutzschichten von Mehrschichtparketts etwas zurückgegangen ist.

Hingegen steigt das Interesse an dunklen, warmen Farbtönen und rötlichen Einfärbungen immer mehr. Auch eine sichtbare Struktur im Holzparkett wird gerne gesehen.

Welche Holzarten sind also die beliebtesten? Europäische Holzarten wie die Eiche und die Kirsche nehmen an Beliebtheit zu. Doch auch verschiedene tropische Hölzer, soweit sie aus bewirtschafteten und zertifizierten Wäldern stammen, werden gerne verwendet. Aber auch andere Holzarten können sich eignen, wenn sie entsprechend bearbeitet werden. Durch Verfahren wie das Dämpfen oder Räuchern von Holz können dunkle Farbtöne erzielt werden. Beide Methoden sind dabei gesundheitlich unbedenklich.

Welche Bodenart steht im Trend?

Bei großformatigem Mehrschichtparkett ist die Verlegung ohne Verwendung von Leim sehr attraktiv geworden. Einen ähnlichen Trend sieht man auch bei Laminatböden. Die mechanische Verbindung der einzelnen Elemente durch ein Klicksystem, bei dem keine Verleimung notwendig ist, ist in den vergangenen Jahren auf über 90 % angestiegen.

Auch Dreischicht-Parkettelemente und Landhausdielen nehmen immer mehr an Beliebtheit zu. Derzeit liegt der Anteil bei etwa 25-30 % mit steigender Tendenz. Vor allem Produkte, die als „Do it Yourself“ vermarktet und vertrieben werden, erfreuen sich wachsender Begeisterung.

Der autorisierte Parkettleger ist diesem System gegenüber allerdings eher zurückhaltend eingestellt. Dies ist eine Erfahrung, die bereits in den 70er-Jahren im Zusammenhang mit der Entwicklung und Markteinführung von Mehrschichtparkett (damals „Fertigparkett“) gemacht wurde. Wichtig erscheint, Verbindungen eine anerkannten Systems zu verwenden, um die Gefahren teurer Unterlassungsklagen zu vermeiden. Ein Anstieg auf circa 50 % der Dreischichtelemente mit diesem Verbindungssystem erscheint auf absehbare Zeit nicht ausgeschlossen.

Steigende Holzpreise und sonstige Produktionskosten

Nach Jahren der Stagnation und zum Teil rückläufiger Preise ist seit 2018 ein Anstieg der Parkettpreise um 5-10% zu verzeichnen.

Ein Grund dafür sind die Holzpreise, die insbesondere für die Eiche und für tropische Hölzer angestiegen sind. Bei der Eiche kommt als zusätzlicher Faktor das sinkende Angebot in den meisten europäischen Ländern dazu.

Doch nicht nur die Holzpreise spielen eine Rolle in der Entwicklung der Kosten für Parkett. Auch Energiepreise für Strom, Öl und Gas sowie Transportkosten durch beispielsweise Mautgebühren fließen in die Preisbildung mit ein.

Interesse nach Produkten mit “Dielenoptik”

Immer mehr Verbraucher interessieren sich für Produkte mit einer möglichst breiten Oberfläche. Das betrifft sowohl massive Fußbodendielenböden in verschiedenen Holzarten als auch entsprechende Produkte im Mehrschichtparkettbereich. Überwiegend werden diese Böden mit „Mehrschichtparkett – Landhausdiele“ ausgeschildert. Die tatsächliche Verbrauchsmenge bewegt sich hier zwischen 2 und 2,5 Mio. m², Tendenz leicht steigend.

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